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Blutsbrüder für die Forschung:
Kooperation zwischen Blutspendedienst des BRK und Uniklinik Würzburg

Die Biobank des Blutspendedienstes Bayern und die Nationale Biobank des Würzburger Uniklinikums werden in Zukunft eng zusammenarbeiten. Ziel ist eine verbesserte Früherkennung schwerer Krankheiten.

In einem bundesweit beispiellosen Kooperationsprojekt werden die Biobank der Blutspender und die Biobank des Universitätsklinikums künftig Erfahrungen austauschen und sich in der Erforschung von Biomarkern unterstützen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung baut das Universitätsklinikum Würzburg derzeit eine der fünf Nationalen Biomaterial- und Datenbanken auf. Die Mediziner unter der Leitung des Kardiologen Prof. Roland Jahns sammeln in der bayernweit einmaligen Einrichtung systematisch Gewebe-, Blut-, Urin- und Speichelproben von Patienten des Universitätsklinikums – natürlich nur mit deren Zustimmung. Zusammen mit den Proben aus der „Biobank der Blutspender“ mit derzeit drei Millionen Plasmaproben von 400.000 Blutspendern, eine der größten Probensammlungen der Welt, ergeben sich Chancen einer engen Verzahnung von Blutspendedienst, klinischer Arbeit und patientenorientierter biomedizinischer Forschung.

Kooperation bringt lange Probenserien
Erkrankt in Zukunft ein in der BRK-Biobank registrierter Blutspender an einer der relevanten Krankheiten und wird dadurch Patient des Würzburger Uniklinikums, stehen durch die neue Kooperation im Idealfall sehr weit zurückreichende Probenserien zur Verfügung. „Das sind einzigartige Bedingungen für das Erforschen von früh auftretenden Krankheitsmarkern“, sind Professor Jahns vom Uniklinikum Würzburg und Dr. Silke Martin von der Biobank der Blutspender überzeugt.

Wegweisend in Sachen Datenschutz
Ein wichtiger Aspekt bei diesem Vorhaben ist zudem der Datenschutz. Die Kooperationpartner planen, bei den zu impementierenden Standards nicht nur die in Bayern geltenden Datenschutzbestimmungen umzusetzen, sondern darüber hinaus uns auch an den europäischen Richtlinien zu orientieren. Damit wird die Kooperation zu einem deutschlandweiten, wenn nicht sogar internationalen Leuchtturmprojekt.

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